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  Vorsicht, Giftpflanzen!

Viele Pflanzen sind nicht nur schön, sondern auch giftig. Solche Giftpflanzen sind in der freien Natur (beispielsweise Herbstzeitlose, Eisenhut oder Tollkirsche), in Gärten (Rizinus, Maiglöckchen, Fingerhut...) oder auf dem Balkon und der Terrasse als Kübelpflanzen (z.B. Engelstrompete) zu finden.

Wie können Sie einer Vergiftung vorbeugen?

Giftige Pflanzen dürfen im Wohnbereich für Kinder nicht erreichbar sein! Die Erfahrung zeigt, dass Kinder in erster Linie von bunten Beeren angezogen werden. Daher sollte man Kindern schon frühzeitig beibringen, nur ihnen bekannte und essbare Früchte, Blüten und Blätter zu essen. Kinder haben noch keine Angst vor Vergiftungen und sind deshalb besonders auf die Unterstützung und das Gefahrenbewusstsein ihrer Eltern angewiesen.

Entfernen sollten Sie Giftpflanzen aber nur dort, wo Kinder damit in Kontakt kommen, wie beispielsweise neben dem Lieblingsspielplatz oder bei der Sandkiste, denn giftige Pflanzen sind ein wesentlicher Bestandteil der Umwelt.

Was können Sie im Notfall tun?
  1. Ruhe bewahren!

  2. Umstände klären! Klären Sie, um welche Pflanze es sich handelt, welche Teile der Pflanze gegessen wurden und ob das Kind die Pflanzen(teile) nur gekaut und wieder ausgespuckt oder aber gegessen hat.

  3. Vergiftungszentrale anrufen!

    Rufen Sie bei der Vergiftungszentrale an und schildern Sie, wer, wovon, wie viel und wann etwas gegessen hat. Nennen Sie das Alter und Körpergewicht Ihres Kindes. Beschreiben Sie weiters, welche Symptome schon aufgetreten sind und ob Sie etwas dagegen unternommen haben. Bitte speichern Sie die Notrufnummer in Ihr Telefon ein.

    Vergiftungs-Notrufnummer: +43/1/4064343-0
    Rettung: 144

    Zur Identifikation der Pflanze ist es wichtig, möglichst ein vollständiges Exemplar der Pflanze bei der Hand zu haben. Einzelne Beeren oder Blätter sind oft zu wenig, um die Pflanze zu bestimmen und sofort mit der optimalen Therapie zu beginnen.

  4. Überwachen Sie bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes die Vitalparameter des Kindes. Achten Sie auf richtige Lagerung, Kreislauf und Atmung. Bei oraler Giftaufnahme sollte das Auslösen von Erbrechen durch Laien unbedingt vermieden werden.

    Der Ratgeber "Giftpflanzen" der Österreichischen Apothekerkammer ist in Tiroler Apotheken derzeit kostenlos erhältlich.
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