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Magistrale Zubereitungen
Auch heute noch werden viele Medikamente in den Labors der österreichischen Apotheken selbst hergestellt, denn mit Arzneimitteln ist es manchmal so ähnlich wie mit einem Kleid von der Stange: Es passt nicht immer so ganz genau. Industriell hergestellte Medikamente sind zwar sehr gut, aber nicht immer das, was ein Patient oder Kunde gerade braucht. Nahezu die Hälfte aller von Haut-, Kinderund Augenärzten verschriebenen Arzneimittel werden auch heute noch in der Apotheke hergestellt. Daher bekommen Sie in der Apotheke manchmal handgemachte, auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Präparate. Eine Einzelanfertigung aufgrund einer ärztlichen Verschreibung nennt man in der Apothekerfachsprache magistrale Zubereitung.
Die magistrale Zubereitung geht auf die persönlichen Bedürfnisse eines Patienten ein. Wenn zum Beispiel ein Patient ein bestimmtes Konservierungsmittel in seinen industriell erzeugten Augentropfen nicht verträgt, dann stellt sie der Apotheker ohne Konservierungsmittel selbst her. Bei Erkrankungen der Haut werden oft individuell verschiedene Cremes, Salben oder Pasten zubereitet.
Weitere Vorteile eines handgemachten Arzneimittels liegen in der Möglichkeit, bestimmte Wirkstoffe zu kombinieren. Auch individuelle Dosierungen für Kinder kann der Apotheker nach Bedarf selbst anfertigen, ebenso spezielle Arzneiformen wie zum Beispiel Zäpfchen statt Tabletten.
Nur der Berufsstand der Apotheker ist in der Lage, Arzneimittel nach Maß anzufertigen. Diese Tätigkeit erfordert großes pharmazeutisches Wissen und eine hohe handwerkliche Qualität. Neben Arzneimitteln auf Rezept stellen wir im Labor der Apotheke auch Pflegeprodukte, Tees, Tinkturen und Spezialrezepturen her.
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