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  Pflanzliche Arzneimittel für die Prostata

Die häufigste Erkrankung der Prostata ist die gutartige Vergrößerung, die so genannte benigne Prostatahyperplasie. Die ersten Anzeichen dafür sind Blasenreizungen und Beschwerden beim Wasserlassen: abgeschwächter Harnstrahl, mühsamer Beginn des Wasserlassens und häufiger nächtlicher Harndrang. Hinweise auf eine gutartige Prostatavergrößerung sind bei Männern mit 50 Jahren in 20% und mit 60 Jahren in etwa 50% zu finden. 90% der über 80-jährigen Männer haben eine vergrößerte Prostata.

Behandlungsmöglichkeiten

Schon bei den ersten Anzeichen ist es wichtig einen Arzt aufzusuchen um bösartige Erkrankungen auszuschließen. Leichtere Beschwerden können mit einer Vielzahl von Medikamenten behandelt werden. Neben pflanzlichen Arzneimitteln steht heute eine ganze Reihe von weiteren Medikamenten zur Verfügung, die entweder direkt in den Hormonhaushalt der Prostata eingreifen oder die nervöse Versorgung des Blasenhalses beeinflussen.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Untersuchungen, die pflanzlichen Extrakten gute Wirksamkeit bei leichten Prostatabeschwerden bescheinigen.

Brennnessel

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist bei uns weit verbreitet, aber vor allem als Unkraut bekannt. Bei Prostatabeschwerden werden die Extrakte der Wurzel verwendet.

Sägepalme

Die Sägepalme (Serenoa repens) hat ihre Heimat an den Küsten Nordamerikas, Floridas und Südkaliforniens. Wie der Name sagt, ist es eine Palmenart, sie wächst buschig, wird bis zu 4 Meter hoch und hat gesägte, flächenförmige Blätter. Zu medizinischen Zwecken dient ein Konzentrat aus den reifen, getrockneten Früchten.

Kürbiskerne

Die Kerne des Steirischen Ölkürbis (Curcubita pepo) enthalten Wirkstoffe welche die Spannung der Blasenmuskulatur erhöhen, dadurch wird das Wasserlassen erleichtert.

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